Warum eine Kranschulung notwendig ist!

Unterweisung, ist die Schulung von Mitarbeitern im sicheren Umgang mit ihrem Arbeitsmittel. Diese können z.B. Autokrane, Ladekrane, Minikrane, Turmdrehkrane, Flurgesteuerte Krane usw. sein. Hierbei müssen arbeitsschutzrechtliche Punkte, sowie eventuelle Gefährdungen und Verhaltensweisen bei bestimmten Arbeitsausführungen, oder Störungen durch das Arbeitsmittel, die Anlage, oder Arbeitsmaschine vermittelt werden.

Unterweisung ist keine Einweisung auf ein Produkt, sondern eine ausführliche Sicherheitsschulung zum Arbeitsumfeld einer festgelegten Produktgruppe (z.B. Kran). Die sicherheitstechnischen und gesundheitlichen Anforderungen gemäß den aktuellen gesetzlichen Arbeitsschutzbestimmungen müssen vermittelt werden. Somit muss die sichere Arbeitsweise und der sichere Umgang mit einem Kran und deren Anbaugerät auch vermittelt werden.

Eine Bedienerschulung ist bei der Erstausbildung die Unterweisung. Diese Unterweisung (Erstausbildung) ist somit als eine Sicherheitsschulung mit Befähigungsnachweis zu betrachten. Die anschließende Wiederholung der Unterweisung muss spätestens nach 12 Monaten (gesetzlich) wiederholt und dokumentiert werden. Kann der Unternehmer die Bedienerschulung aus bestimmten Gründen nicht selber durchführen, so hat er entsprechend fach- und sachkundiges externes Schulungspersonal mit dieser Aufgabe zu beauftragen. Die Schulung/Unterweisung muss durch schriftlich dokumentiert werden. Eine durchgeführte Bedienerschulung muss mit einer Prüfung Theorie/Praxis abgeschlossen werden. Die von der Berufsgenossenschaft vorgegebene Ausbildungszeit (DGUV Grundsatz 309-003), muss eingehalten werden. Mit der bestandenen Prüfung wird dem Bediener die Befähigung zum Führen eines Arbeitsmittel z.B. Ladekran, Minikran schriftlich bescheinigt (Befähigungsnachweis-Bedienausweis).

Ein Befähigungsnachweis (Schulungsnachweis für Bediener) ist für Bediener von Autokrane, Mobilkrane, Minikrane, Turmdrehkran, Flurgesteuerte Krane usw., durch das Arbeitsschutzgesetz und den entsprechenden BG-Vorschriften vorgeschrieben.

Gesetzliche Grundlage für eine Bedienerschulung inkl. Befähigungsnachweis: §9 BetrSichV, §§12+14 ArbSchG, DGUV Vorschrift 52 (BGV D6) Kap. IV §29 Kranführer, Instandhaltungspersonal. Als Schulungsgrundlage muss der DGUV Grundsatz 309-003 (BGG 921) beachtet werden.

Eine Einweisung erfolgt meistens zuerst und ist eigentlich eine Zusatzausbildung nach der durchgeführten Erst-Unterweisung durch den Unternehmer oder einem von ihm Beauftragten. Bezogen sind die Einweisungen auf festgelegte Geräte oder Maschinentypen, z.B: Liebherr LTM 1750-9.1, Palfinger PK 5001, Jekko SPX 527, usw. Es müssen maschinenspezifische Punkte und Unterschiede bezüglich Sicherheit und Anwendung (z.B. Schalterfunktionen, Anbaugeräte usw.), speziell auf diesen Krantyp hin angesprochen und vermittelt werden.

Beispiele für Schulung und Unterweisung:

  • Ein Mietkunde leiht sich beim Maschinenvermieter z.B. einen Minikran aus. Der Maschinenvermieter muss seinen Kunden (bei Bedarf) auf den angemieteten Minikran hin einweisen. Für die Jahresunterweisung und Einweisung seiner weiteren eigenen Mitarbeiter ist der Mietkunde selbst verantwortlich. Führt der Mietkunde die Schulung/ Einweisung nicht durch, handelt er bei einem Unfall mindestens fahrlässig, wenn nicht sogar grob fahrlässig!
  • Der Mietkunde muss z.B. bei Kranen die Befähigung der Kranbediener und die schriftliche Beauftragung sicherstellen. Zur Erlangung der Befähigung gibt der DGUV Grundsatz 309-003 (BGG 921) die Grundlagen. Diese Grundlage schreibt vor, welche Kenntnisse der Bediener von Kranen nachweisen muss. Der DGUV-Grundsatz stützt sich auf das Arbeitsschutzgesetz §§ 12+14 und die Betriebssicherheitsverordnung §9.
  • Ein Endkunde kauft beim Hersteller/Händler z.B. einen Kran. Der Endkunde ist gem. BetrSichV undArbSchG verpflichtet seine Beschäftigten für den Einsatz des Krans zu schulen (unterweisen) und einzuweisen. Der Bediener des Krans benötigt immer eine Befähigung und schriftliche Beauftragung zum Führen seines Krans. Kann der Endkunde (Unternehmer) dies nicht selbst durchführen, muss er externe Fachkräfte zur Ausbildung der eigenen Mitarbeiter (Beschäftigten) heranziehen. Dies gilt auch für die Einweisung an dem entsprechen Kran. Im Regelfall übernimmt diese Aufgabe einer Ausbildungsstelle der Hersteller, sein Händler oder externe Schulungsstätten.

Die Kranführerschulung kann sowohl im Stammsitz der NordKran GmbH in Delmenhorst erfolgen (6 feste Termine pro Jahr), oder direkt bei Ihnen vor Ort.

Zielgruppe der Kranführerschulung:

  • Kranführer (oder auch: Kranbediener, Kranfahrer)
  • Anschläger
  • Instandhaltungspersonal
  • Mitarbeiter, welche selbständig mit betrieblichem Auftrag funk- und flurgesteuerte Krane führen sollen

Die Eignung gemäß § 29 der UVV „Krane“ (BGV D6) sowie Grundkenntnisse im Kranführen werden vorausgesetzt.

Die Ziele der NordKran Kranführerschulung sind:

  • Senkung von Unfallgefahren
  • Senkung von Reparaturkosten
  • Ausfallkosten minimieren
  • Vermeidung von Transportschäden
  • Steigerung der Effektivität von Kraneinsätzen

Den Teilnehmern der Kranführerschulung sollen Möglichkeiten eröffnet werden, durch Sichtkontrolle Krane und Anschlagmittel auf ihren technischen Zustand hin zu beurteilen und die bestehenden Sicherheitsvorschriften kennenzulernen, um diese einzuhalten.

Die Inhalte der Kranführerschulung im Einzelnen:

  • Anlagentechnische Qualifikationserhöhung der Bediener
  • Störungserkennung
  • „Tipps & Kniffe für Profis“
  • Nutzung der Synergie-Gewinne aus Kranführertraining + integrierter Prüfung

Theoretische und praktische Prüfung:

– Theoretischer Unterricht mit anschließender schriftliche Prüfung
– Praktische Fahrübungen am Kran finden im Anschluss statt

  • Nach bestandener Prüfung erhalten die Teilnehmer der Kranführerschulung einen Führerschein zur innerbetrieblichen Ausweisung.
  • Die Seminardauer beträgt ca. 8 Stunden bei einer maximalen Teilnehmerzahl von 12 Personen.
    Beginn jeweils ca. 8.30 Uhr.
  • Die NordKran GmbH schult Kranführer aber auch bei Ihnen vor Ort – fragen Sie uns an. Neben einem geeigneten Schulungsraum sind entsprechende Hebezeuge vorzubereiten. Für die Fahrübungen benötigte Hilfsmittel sprechen wir vorher mit Ihnen ab.

Anfrage Kranführerschulung